Entscheidungstext nº 8Ob77/08v of Oberster Gerichtshof, September 02, 2008

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden sowie die Hofräte Dr. Spenling und Dr. Kuras und die Hofrätinnen Dr. Lovrek und Dr. Glawischnig als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei V***** GmbH, *****, vertreten durch Petsch Frosch Klein Arturo Rechtsanwälte in Wien, und der Nebenintervenientin auf Seiten der klagenden Partei D***** eG, *****, vertreten durch Mag. Guido Zorn, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei B***** AG, *****, vertreten durch Doralt Seist Csoklich Rechtsanwalts-Partnerschaft in Wien, wegen 1.569.445,72 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei und der Nebenintervenientin gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 5. Februar 2008, GZ 2 R 205/07t-20, womit über Berufung der klagenden Partei und der Nebenintervenientin das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 14. August 2007, GZ 13 Cg 248/06g-14, bestätigt wurde, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 8Ob77/08v of Oberster Gerichtshof, September 02, 2008

Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

02.09.2008

Geschäftszahl

8Ob77/08v

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden sowie die Hofräte Dr. Spenling und Dr. Kuras und die Hofrätinnen Dr. Lovrek und Dr. Glawischnig als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei V***** GmbH, *****, vertreten durch Petsch Frosch Klein Arturo Rechtsanwälte in Wien, und der Nebenintervenientin auf Seiten der klagenden Partei D***** eG, *****, vertreten durch Mag. Guido Zorn, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei B***** AG, *****, vertreten durch Doralt Seist Csoklich Rechtsanwalts-Partnerschaft in Wien, wegen 1.569.445,72 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei und der Nebenintervenientin gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 5. Februar 2008, GZ 2 R 205/07t-20, womit über Berufung der klagenden Partei und der Nebenintervenientin das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 14. August 2007, GZ 13 Cg 248/06g-14, bestätigt wurde, zu Recht erkannt:

Spruch

Den Revisionen wird nicht Folge gegeben.

Die Klägerin ist schuldig, der Beklagten die mit 8.941,32 EUR bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin enthalten 1.490,22 EUR USt) binnen vierzehn Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die Klägerin übernimmt für Direktlieferanten von Arznei-, Verband- und Hilfsmitteln, die Leistungen für verschiedene gesetzliche Krankenkassen erbringen, die Abrechnung von Forderungen gegenüber diesen Krankenkassen. Die Abrechnungstätigkeit der Klägerin für Direktlieferanten in Deutschland beruht auf sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten: Demnach müssen Direktlieferanten bei der Abrechnung von Arzneimitteln und von sonstigen Hilfsmitteln, sofern dies von den Krankenkassen gefordert wird, die Abrechnungen in bestimmten, in den Richtlinien der Spitzenverbände der Krankenkassen näher beschriebenen Datensätzen erstellen. Die Klägerin stellt diese Datensätze für ihre Kunden her und übersendet den Krankenkassen die Abrechnungen in dem verlangten datentechnischen Format. Einer der Abrechnungskunden der Klägerin ist die F***** GmbH (in der Folge immer: GmbH). Die Klägerin führt für die GmbH seit 2002 die Abrechnung und das Inkasso der Forderungen gegenüber den Krankenkassen durch. Über di...

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