Entscheidungstext nº 11Os106/96 of Oberster Gerichtshof, December 10, 1996

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Der Oberste Gerichtshof hat am 10. Dezember 1996 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Lachner als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schindler, Mag. Strieder, Dr. Mayrhofer und Dr. Schmucker als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Riedler als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Josef Z***** und andere wegen des Verbrechens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3 StGB und einer anderen strafbaren Handlung über die Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Josef Z*****, Dr. Dan G***** und Dr. Christina G*****, ferner über die Berufungen der Angeklagten Josef Z***** und Dr. Dan G***** sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der beiden letztgenannten Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichtes Korneuburg als Schöffengericht vom 21. Juli 1995, GZ 12 Vr 96/94-137, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters der Generalprokuratur, Oberstaatsanwalt Dr. Kirchbacher, der Angeklagten Josef Z*****, Dr. Dan G***** und Dr. Christina G***** sowie der Verteidiger Dr. Bruckner, Dr. Iglitsch und Dr. Brandstetter zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 11Os106/96 of Oberster Gerichtshof, December 10, 1996

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden verworfen.

Den Berufungen wird nicht Folge gegeben.

Den Angeklagten fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden Josef Z*****, Dr. Dan G***** und Dr. Christina G***** des Verbrechens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3 StGB, Josef Z***** überdies des Verbrechens der Untreue nach § 153 Abs 1 und Abs 2 zweiter Fall StGB schuldig erkannt.

Darnach haben in S***** und anderen Orten Österreichs

A. Josef Z***** als Leiter der Kreditabteilung der Sparkasse *****, Dr. Dan G***** und teilweise auch Dr. Christina G***** (Faktum I.) im bewußten und gewollten Zusammenwirken mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder Dritte unrechtmäßig zu bereichern, nachgenannte Personen durch die Vorspiegelung, die Eheleute Dr. Dan und Dr. Christina G***** seien zahlungsfähig, sohin durch Täuschung über Tatsachen, zu Handlungen verleitet, die die Sparkasse ***** um insgesamt ca 5 Millionen Schilling am Vermögen schädigten, und zwar:

I. Josef Z*****, Dr. Dan G***** und Dr. Christina G***** Anfang Juni 1989 die Vorstandsdirektoren der Sparkasse ***** Friedrich B*****, Robert A***** und Horst D***** überdies durch die Vorspiegelung, Dr. Dan G***** habe Dr. Christina G***** aus rein steuerlichen Erwägungen zahnärztliche Ordinationsgeräte im Wert von 2 Millionen Schilling zuzüglich Mehrwertsteuer verkauft, weshalb das Ehepaar G***** ohne tatsächlich vorhandenen Geldbedarf ausschließlich aus steuerlichen Gründen einen Kredit über ...

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