Entscheidungstext nº 4Ob2197/96h of Oberster Gerichtshof, August 12, 1996

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Alois O*****, Gastwirt, ***** vertreten durch Dr.Peter Weidisch, Rechtsanwalt in Salzburg, wider die beklagte Partei Friedrich N*****, Magistratsbediensteter, ***** vertreten durch Dr.Michael Wonisch und Dr.Hansjörg Reiner, Rechtsanwälte in Salzburg, sowie der der beklagten Partei beigetretenen Nebenintervenientin S*****, vertreten durch Dr.Rudolf Zitta, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen S 1,704.844 sA (Rekursinteresse S 1,032.848), infolge der Rekurse der beklagten Partei und der Nebenintervenientin gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgericht vom 24.Jänner 1996, GZ 1 R 282/95-29, womit das Urteil des Landesgerichtes Salzburg vom 9. Oktober 1995, GZ 15 Cg 182/93-22, teilweise aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 4Ob2197/96h of Oberster Gerichtshof, August 12, 1996

Spruch

Die angefochtene Entscheidung, welche in ihrem bestätigenden Ausspruch (Teilurteil) als nicht in Beschwerde gezogen unberührt bleibt, wird in ihrem aufhebenden Teil aufgehoben und insoweit in der Sache selbst zu Recht erkannt, daß das Ersturteil zur Gänze wiederhergestellt wird.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 41.240,20 (darin S 6.839,40 Umsatzsteuer und S 203,80 Barauslagen) und dem Nebenintervenienten die mit S 116.880,32 (darin S 10.641,72 Umsatzsteuer und S 53.030 Barauslagen) bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens binnen vierzehn Tagen zu ersetzen.

Begründung:

Der Beklagte ist Eigentümer der Liegenschaft EZ ***** KG ***** mit dem Grundstück Nr 269. An dieses Grundstück grenzen im Norden die Grundstücke Nr ***** und ***** der Liegenschaft EZ ***** derselben KG. Diese Grundstücke stehen zu zwei Drittel im Eigentum Josef D*****s und zu einem Drittel im Eigentum Gabriel W*****s. Der Kläger ist Bestandnehmer des auf dem Grundstück Nr ***** errichteten Gastlokals "S*****" samt Gastgarten. Die Grundstücke liegen auf dem Salzburger Festungsberg; das Niveau der Grundstücke Nr ***** und ***** ist um etwa 9 m niedriger als jenes des Grundstückes Nr *****. In der Natur werden die Grundstücke durch eine historische, senkrecht abfallende Stützmauer getrennt, die zumindest schon 1917 bestanden hat. Zwischen dem 18. und dem 19.Dezember 1987 stürzten nach längeren Regenfällen wesentliche Teile der Stützmauer ein. Dabei stürzten Mauerteile und Füllmaterial in den Gastgarten des Klägers.

Mit der Behauptung, daß er durch den Einsturz der Stützmauer, welche auf dem Grundstück des Beklagten gestanden sei, Sachschaden und Verdienstentgang erlitten habe, ...

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