Entscheidungstext nº 2Ob2070/96t of Oberster Gerichtshof, May 30, 1996

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Graf, Dr.Schinko, Dr.Tittel und Dr.Baumann als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei I***** AG, ***** vertreten durch Dr.Ingo Gutjahr, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei V***** AG, ***** vertreten durch Dr.Peter Armstark, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 197.929 sA und Feststellung (S 50.000), infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgericht vom 30.November 1995, GZ 15 R 190/95-38, womit das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 6.September 1995, GZ 6 Cg 317/93v-34, abgeändert wurde, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 2Ob2070/96t of Oberster Gerichtshof, May 30, 1996

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die angefochtene Berufungsentscheidung wird dahin abgeändert, daß das erstgerichtliche Urteil wiederhergestellt wird.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit S 8.886,60 (darin S 1.481,10 Umsatzsteuer) bestimmten Kosten des Berufungsverfahrens und die mit S 23.915 (darin S 1.777,50 Umsatzsteuer und S 13.250 Barauslagen) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Am 6.10.1990 ereignete sich in Wien auf dem Schwarzenbergplatz (auf Höhe der Nr 7 im Bereich der Zaunergasse) ein Verkehrsunfall, an dem Renate P***** als Lenkerin ihres bei der Klägerin haftpflichtversicherten PKW Marke Nissan Cherry sowie Klemens D***** als Lenker seines bei der Beklagten haftpflichtversicherten Motorrades der Marke Kawasaki beteiligt waren. Die auf dem Beifahrersitz des Motorrades mitfahrende Sonja B***** wurde bei dem Unfall verletzt. Aufgrund des Unfalls erbrachte die Klägerin Zahlungen in der Höhe von insgesamt S 394.881.

Mit dem Vorbringen, den Motorradlenker treffe ein 50 %iges Mitverschulden an dem Unfall, begehrte die Klägerin von der Beklagten den Ersatz von 50 % der von ihr erbrachten Entschädigungsleistungen, d. s. S 197.929. Außerdem begehrte sie die Feststellung der 50 %ige...

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