Entscheidungstext nº 4Ob518/96 of Oberster Gerichtshof, February 26, 1996

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek, Dr.Niederreiter, Dr.Ehmayr und Dr.Griß als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Jakob Herbert L*****, vertreten durch Dr.Alois Schneider, Rechtsanwalt in Rattenberg, wider die beklagte Partei Gerda L*****, vertreten durch Dr.Christian Fuchshuber, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen S 927.903,38 (Revisionsinteresse S 897.617,17), infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgericht vom 21.November 1995, GZ 1 R 1020/95z-31, womit das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck vom 27. Juli 1995, GZ 41 Cg 34/94g-24, infolge Berufung beider Parteien teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 4Ob518/96 of Oberster Gerichtshof, February 26, 1996

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit S

22.455 bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin S 3.742,50 Umsatzsteuer) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Frieda L*****, geborene K*****, die Mutter des Klägers und Karl L*****s, war Eigentümerin der Liegenschaften EZ ***** und EZ ***** je KG B*****. Die Beklagte, die Ehegattin Karl L*****s, war Konzessionsinhaberin für das Gastgewerbe; sie führte gemeinsam mit ihrem Ehemann seit 1974 den Gasthof L***** in A*****. Dieses Ehepaar hatte bei der Raiffeisenkasse B***** reg.Genossenschaft mbH einen Kredit bis zum Höchstbetrag von S 400.000 aufgenommen. Am 7.November 1974 bestellte Frieda L***** ihre Liegenschaft EZ *****KG B***** als Pfand zur Sicherstellung dieses Kredites und vereinbarte mit der Raiffeisenkasse B*****, daß auf dieser Liegenschaft das Pfandrecht für die genannte Forderung bis zum Höchstbetrag von S 400.000 als Haupteinlage einverleibt werden könne. Diese Einverleibung wurde in der Folge durchgeführt.

Frieda L***** verstarb am 20.Juni 1975. Ihr Ehegatte Jakob L***** und ihre vier Kinder - der Kläger, Karl L*****, Anna L***** und Helga W*****, geborene L***** - gaben am 26.November 1975 aufgrund des Gesetzes unbedingte Erbserklärungen ab, und zwar Jakob L***** zu einem Viertel und die Kinder zu 3/16. Sodann schlossen die Erben ein Übereinkommen, wonach eine in den Nachlaß fallende Forderung vom Miterben Karl L***** ins Alleineigentum übernommen werde, womit er für seinen Erbteil zur Gänze abgefunden sein sollte. Die in den Nachlaß fallenden Liegenschaften übe...

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