Entscheidungstext nº 12Os104/95 of Oberster Gerichtshof, December 14, 1995

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Der Oberste Gerichtshof hat am 14.Dezember 1995 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Horak als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Rzeszut, Dr.Schindler, Dr.E.Adamovic und Dr.Holzweber als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag.Dorfner als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Dimo D***** und Karl Theodor H***** wegen der Verbrechen des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3, 148 zweiter Fall und § 15 StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Dimo D***** und Karl Theodor H***** gegen das Urteil des Landesgerichtes Linz als Schöffengericht vom 11.Jänner 1995, GZ 30 Vr 236/92-255, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr.Jerabek, der Angeklagten, der Verteidiger Dr.Kriftner und Dr.Schmidt, und des Privatbeteiligtenvertreters Dr.Pohlhammer, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 12Os104/95 of Oberster Gerichtshof, December 14, 1995

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden verworfen.

Den Berufungen wird nicht Folge gegeben.

Gemäß § 390 a StPO fallen den Angeklagten auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden die Angeklagten Dimo D***** und Karl Theodor H***** der Verbrechen des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3, 148 zweiter Fall und § 15 StGB sowie der versuchten schweren Erpressung nach §§ 15, 144 Abs 1, 145 Abs 1 Z 1 StGB, Dimo D***** überdies der Vergehen der versuchten Nötigung zur falschen Beweisaussage vor einer Verwaltungsbehörde und vor Gericht nach §§ 15, 105 Abs 1 StGB bzw §§ 12 zweiter Fall, 15, 289; 288 Abs 1 StGB sowie des Verbrechens der schweren Nötigung nach §§ 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB schuldig erkannt.

Demnach haben sie in Traun und anderen Orten

I. mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich und Dritte unrechtmäßig zu bereichern, nachgenannte Personen durch Täuschung über Tatsachen, indem sie vorgaben, redliche Mitspieler beim Glücksspiel zu sein, zur Teilnahme am Glücksspiel und Zahlung daraus resultierender Spielverluste verleitet bzw zu verleiten versucht, die diese in einem 500.000 S übersteigenden Betrag an ihrem Vermögen schädigten bzw schädigen sollten, wobei sie den schweren Betrug in der Absicht begingen, sich durch dessen wiederkehrende Begehung eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, und zwar

1. Dimo D***** und Karl H***** am 29.April 1992 den Johann L***** um 400.000 S beim "Stoßspiel";

2. Dimo D*****, der gesondert verfolgte Karl H***** und ein unbekannter Mitspieler am 29.Juni 1991 den Hermann St***** um 300.000

S und ca 150.000 S als Gegenwert eines ihnen übergebenen PKW der Marke BMW, beim "Hütchenspiel";

3. Dimo D*****, Karl H***** und der gesondert verfolgte Roland He***** am 24.Juli 1992 den Wolfgang G***** um 215.000 S beim "Hütc...

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