Entscheidungstext nº 13Os189/94 of Oberster Gerichtshof, June 21, 1995

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1Der Oberste Gerichtshof hat am 21.Juni 1995 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Brustbauer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Markel, Dr.Mayrhofer, Dr.Ebner und Dr.Rouschal als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag.Wlattnig als Schriftführer, in der Strafsache gegen Dkfm.Roland L***** und andere wegen des Verbrechens der Neutralitätsgefährdung nach § 320 Abs 1 Z 3 StGB und einer weiteren strafbaren Handlung über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Dkfm.Roland L*****, Ing.Anton El*****, Dipl.Ing.Johann Peter Ei*****, Ing.Harald M***** und Ing.Franz G***** und über die Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Mag.Peter U***** und Dkfm.Gerald W***** gegen das Urteil des Geschworenengerichtes beim Landesgericht Linz vom 29.Juni 1994, GZ 36 Vr 1478/88-1670, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters der Generalprokuratur, Generalanwalt Dr.Zehetner und der Verteidiger Dr.Humer, Dr.Thewanger, Dr.Maxwald, Dr.Weixelbaum und Dr.Steininger jedoch in Abwesenheit der Angeklagten zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 13Os189/94 of Oberster Gerichtshof, June 21, 1995

Spruch

Den Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Dkfm.Roland L*****, Ing.Anton El*****, Dipl.Ing.Peter Ei*****, Ing.Harald M***** und Ing.Franz G***** wird teilweise Folge gegeben und es werden das angefochtene Urteil, das im übrigen unberührt bleibt,

im Wahrspruch der Geschworenen zu den Eventualfragen 3, 7, 11, 19 und 26

die darauf beruhenden Schuldsprüche nach § 7 Abs 1 KrMatG (C und D) sowie

die diese Angeklagten treffenden Strafaussprüche

aufgehoben.

Für das Verbrechen der Neutralitätsgefährdung nach § 320 Abs 1 Z 3 StGB (A und B I) werden nach § 320 Abs 1 StGB verurteilt:

Dkfm.Roland L***** unter Bedachtnahme gemäß §§ 31, 40 StGB auf das Urteil des Landesgerichtes Linz vom 12.Juni 1990, 31 E Vr 6/88-E Hv 22/88, zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von 10 (zehn) Monaten;

Ing.Anton El***** unter Bedachtnahme gemäß §§ 31, 40 StGB auf das Urteil des Geschworenengerichts beim Landesgericht Linz vom 1.Februar 1991, 30 Vr 305/87-Hv 7/89, zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von 13 (dreizehn) Monaten;

Dipl.Ing.Johann Peter Ei***** unter Bedachtnahme gemäß §§ 31, 40 StGB auf das Urteil des Geschworenengerichts beim Landesgericht Linz vom 1. Februar 1991, 30 Vr 305/87 - Hv 7/89, zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von 10 (zehn) Monaten;

Ing.Harald M***** zu einer Freiheitsstrafe von 10 (zehn) Monaten und

Ing.Franz G***** zu einer Freiheitsstrafe von 10 (zehn) Monaten.

Gemäß § 43 Abs 1 StGB werden die Strafen jeweils unter Bestimmung einer Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen.

Im restlichen Umfange der Aufhebung wird  die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an den Einzelrichter des Landesgerichtes Linz verwiesen.

Im übrigen werden die Nichtigkeitsbeschwerden dieser Angeklagten sowie jene  des Mag.Peter U***** und des Dkfm.Gerald W***** verworfen.

Die Angeklagten Dkfm.Roland L*****, Ing.Anton El*****, Dipl.Ing.Peter Ei*****, Ing.Harald M***** und Ing.Franz G***** werden mit ihren Berufungen auf diese Entscheidung verwiesen.

Den Angeklagten fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Mit dem angefochtenen, auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden Urteil,...

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