Entscheidungstext nº 2Ob588/94(2Ob514/95) of Oberster Gerichtshof, February 09, 1995

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Der Oberste Gerichtshof hat als Rekurs- und Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Graf, Dr.Schinko, Dr.Tittel und Dr.Baumann als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei O*****GmbH,***** vertreten durch Dr.Heinz Meller und Mag.Andreas Öhler, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei C***** GmbH, ***** vertreten durch Dr.Walter Mörth und Dr.Georg Buder, Rechtsanwälte in Linz, wegen S 4,559.907,50 samt Anhang, infolge Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes und infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 12.Juli 1994, GZ 4 R 291/93-24, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Linz vom 26.September 1993, GZ 4 Cg 291/92-18, teilweise aufgehoben und teilweise bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 2Ob588/94(2Ob514/95) of Oberster Gerichtshof, February 09, 1995

Spruch

Dem Rekurs der beklagten Partei wird nicht Folge gegeben.

Der Revision der klagenden Partei wird hingegen Folge gegeben und die angefochtene Entscheidung dahin abgeändert, daß der Berufung Folge gegeben und das Urteil des Erstgerichtes zur Gänze aufgehoben und dem Erstgericht eine neuerliche Entscheidung nach Verfahrensergänzung aufgetragen wird.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Entscheidungsgründe:

Im Auftrag der S***** GesmbH errichtete die klagende Partei im Jahr 1986 eine Vorbereitungsanlage für die Lackierung von Heizkörpern in deren Werk A*****. Chemikalienlieferant war über Empfehlung der klagenden Partei die beklagte Partei. Nach Inbetriebnahme der Anlage kam es an den Radiatoren zu erheblichen Korrosionsschäden.

Im Verfahren 1 Cg 350/86 (1 Cg 169/90) des Kreisgerichtes Wels nahm die S***** GesmbH (im folgenden: S*****) die nunmehr klagende O***** GesmbH (im folgenden O*****) auf Schadenersatz in Höhe von S 2,5 Mill. samt Anhang in Anspruch. Die C***** GesmbH & Co KG (im folgenden: C*****) trat in diesem Verfahren auf seiten O***** als Nebenintervenientin bei. Das im ersten Rechtsgang ergangene Urteil erwuchs in dem Umfang als zufolge Nichtzurechtbestehens einer Klagsforderung von S 75.000,-- und Zurechtbestehens an Gegenforderungen von S 306.930,-- ein Mehrbegehren von S 381.000,-- (richtig: S 381.930,--) abgewiesen wurde, in Rechtskraft. Im zweiten Rechtsgang konkretisierte S***** ihr Klagsvorbringen dahin, daß "als Hauptbegehren der gesamte Schaden an den Radiatoren, welche unter Einsatz der von O***** gelieferten Lackvorbehandlungsanlage hergestellt worden seien und Lackvorbehandlungsmängel aufwiesen, begehrt werde, und zwar für die Zeit bis 7.10.1986 hinsichtlich einer Radiat...

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