Entscheidungstext nº 2Ob581/94 of Oberster Gerichtshof, November 24, 1994

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Graf, Dr.Schinko, Dr.Tittel und Dr.Baumann als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr.Franz W***** A*****, Arzt, ***** vertreten durch Dr.Reinhard Bruzek und Dr.Heinz Ager, Rechtsanwälte in Elsbethen, wider die beklagte Partei Agnes N*****, vertreten durch Dr.Hans Paternioner und Dr.Franz Niederleitner, Rechtsanwälte in Klagenfurt, wegen 12,285.350 S sA, infolge Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 5.Juli 1994, GZ 1 R 113/94-14, womit das Urteil des Landesgerichtes Klagenfurt vom 24. März 1994, GZ 21 Cg 285/93h-9, aufgehoben wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

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Entscheidungstext nº 2Ob581/94 of Oberster Gerichtshof, November 24, 1994

Spruch

Dem Rekurs wird nicht Folge gegeben.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Begründung:

Dkfm.Raphael A***** war Hälfteeigentümer der Liegenschaft EZ ***** (nunmehr EZ *****) ***** sowie der Liegenschaften EZ ***** und ***** je Grundbuch ***** mit dem Gut "B*****". Seit 1961 verwaltete die Beklagte dieses Gut; seit 1978 ist sie zu einem Achtel Miteigentümerin. Mit notariellem Schenkungsvertrag vom 22.2.1974 schenkte Dkfm.Raphael A***** seine Anteile samt allen Rechten und Pflichten sowie allen Fahrnissen für den Fall seines Todes der Beklagten. Diese unter Widerrufsverzicht vereinbarte Schenkung war von der Bedingung abhängig, daß der Geschenkgeber zum Zeitpunkt seines Todes weder leibliche eheliche Nachkommen hat noch solche gezeugt hat. Der Geschenkgeber gab auch eine Aufsandungserklärung ab.

Mit einem am 13.6.1980 geschlossenen und am 18.8.1980 bewilligten Adoptionsvertrag nahm Dkfm.Raphael A***** den (damals 27-jährigen) Kläger an Kindesstatt an. Die Mutter des Klägers war damit einverstanden, sein leiblicher Vater war vorverstorben.

Mit Notariatsakt vom 12.8.1981 wurde als Nachtrag zum Schenkungsvertrag auf den Todesfall vom 22.2.1974 zur dort vereinbarten Bedingung festgehalten, daß diese auflösend sei und das Vorhandensein von Adoptivkindern des Geschenkgebers die Rechtsgültigkeit der Schenkung auf den Todesfall nicht berührt.

Am 18.10.1990 schloß Dkfm.Raphael A***** mit der Beklagten einen notariellen Übergabsvertrag. Darin kamen sie überein, die als Schenkung auf den Todesfall vereinbarte Übergabe in eine solche unter Lebenden "u...

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