Entscheidungstext nº 4Ob92/94 of Oberster Gerichtshof, October 18, 1994

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Gamerith als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek,  Dr.Niederreiter, Dr.Redl und Dr.Griß als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei ***** Verlag GmbH, ***** vertreten durch Dr.Walter Haindl, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagten Parteien 1.) Dr.Walter P*****, Herausgeber, ***** 2.) Dr.Josef G*****, Arzt, *****3.) S***** Verlag, Inhaber Horst E*****, ***** Bundesrepublik Deutschland, sämtliche vertreten durch Dr.Michel Walter, Rechtsanwalt in Wien, wegen Unterlassung, Beseitigung, Rechnungslegung, Schadenersatz und Urteilsveröffentlichung (Streitwert im Provisorialverfahren S 300.000), infolge Revisionsrekurses der klagenden Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Rekursgericht vom 10.Juni 1994, GZ 16 R 89/94-15, womit infolge Rekurses der klagenden Partei der Beschluß des Handelsgerichtes Wien vom 15.März 1994, GZ 37 Cg 417/93i-11, bestätigt wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

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Entscheidungstext nº 4Ob92/94 of Oberster Gerichtshof, October 18, 1994

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien die mit S 15.783,76 bestimmten Kosten der Revisionsrekursbeantwortung (darin enthalten S 2.630,63 Umsatzsteuer) binnen vierzehn Tagen bei Exekution zu ersetzen.

Begründung:

Mit Verlagsvertrag vom 4.3.1952 räumte - der noch im selben Jahr verstorbene - Raimund K***** dem Verleger Hans M***** das unbeschränkte Verlagsrecht ua an den Werken "Lebenserkenntnis Band II" und "Forschungsreise nach Palästina und Ägypten" ein. Darin wurde ua bestimmt, daß der Verleger das alleinige Recht hat, sämtliche alleinige von Raimund K***** auf der Forschungsreise aufgenommenen Lichtbilder zu verwerten und der Verlagsvertrag auch für die beiderseitigen Erben und Rechtsnachfolger gilt.

Erst im Jahr 1976 erschien im Verlag der Klägerin das Buch "Lebenserkenntnis Band II" mit dem Untertitel "Tatsachenbericht über die Menschwerdung Gottes, dessen Lehren und sein Wirken", als dessen Verfasser Raimund K***** genannt wird. Für dieses Buch hatte Raimund K***** das vom Vater des Zweitbeklagten, Josef G***** sen, in den Jahren 1934 bis 1935 verfaßte Manuskript mit dem Arbeitstitel "Es geht alle ...

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