Entscheidungstext nº 12Os97/94 of Oberster Gerichtshof, October 13, 1994

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Der Oberste Gerichtshof hat am 13.Oktober 1994 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Horak als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Rzeszut, Dr.Schindler, Dr.Adamovic und Dr.Holzweber als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag.Reinhart als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Helmut F***** und einen anderen Angeklagten wegen des Verbrechens des Mordes nach § 75 StGB über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Helmut F***** und Dr.Gabor P***** sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Geschworenengerichtes beim Landesgericht für Strafsachen Wien vom 22.Dezember 1993, GZ 20 r Vr 7083/92-183, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr.Hauptmann, der Angeklagten Helmut F***** und Dr.Gabor P*****, und der Verteidiger Dr.Lehner und Dr.Zessin, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 12Os97/94 of Oberster Gerichtshof, October 13, 1994

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden verworfen.

Der Berufung der Staatsanwaltschaft hinsichtlich des Angeklagten Dr.Gabor P***** wird Folge gegeben und über diesen Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt.

Mit seiner Berufung wird der Angeklagte Dr.Gabor P***** auf diese Entscheidung verwiesen.

Der Berufung des Angeklagten Helmut F***** wird nicht Folge gegeben.

Gemäß § 390 a StPO fallen den Angeklagten auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Rechtliche Beurteilung

Mit dem angefochtenen Urteil wurden der am 6.November 1957 geborene Helmut F***** des Verbrechens des Mordes nach § 75 StGB und der am 7. Dezember 1947 geborene Dr.Gabor P***** des Verbrechens "der Beihilfe zum Mord" (gemeint: des als Beitragstäter begangenen Mordes) nach §§ 12 (dritte Täterschaftsform) und 75 StGB schuldig erkannt. Nach dem Schuldspruch liegt Helmut F***** zur Last, am 21.Mai 1992 (in Budapest) Fritz K***** vorsätzlich dadurch getötet zu haben, daß er, nachdem Dr.Gabor P***** Fritz K***** mit Rohypnol und anderen Schlafmitteln vermengte Mehlspeisen und Barrack verabreicht hatte, wodurch Fritz K***** eingeschlafen war, aus seiner Pistole, Kal 9 mm, aus kurzer Distanz mehrere Schüsse auf die Nackenregion des Schlafenden abgab; Dr.Gabor P***** wird angelastet, zu dieser Straftat dadurch beigetragen zu haben, daß er Fritz K***** nach einem gemeinsamen Tatplan in eine Wohnung in Budapest lockte und ihm dort mit Rohypnol und anderen Schlafmitteln vermengte Mehlspeisen und Barrack verabreichte, wodurch Fritz K***** einschlief.

Im zugrundeliegenden Wahrspruch war von den Geschworenen jeweils stimmeneinhellig bezüglich des Erstangeklagten Helmut F***** die im wesentlichen ankla...

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