Entscheidungstext nº 15Os132/93 of Oberster Gerichtshof, November 11, 1993

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Der Oberste Gerichtshof hat am 11. November 1993 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Steininger als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Reisenleitner, Dr.Kuch, Dr.Schindler und Dr.Ebner als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag.Wimmer als Schriftführer, in der Strafsache gegen Werner M***** und Ernst Ludwig M***** wegen der Verbrechen der betrügerischen Krida nach § 156 Abs 1 und 2 StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichtes Ried im Innkreis als Schöffengericht vom 16. Juni 1993, GZ 8 Vr 710/87-134, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr.Wasserbauer, der Privatbeteiligtenvertreterin Dr.Bleierer, des Angeklagten Werner M*****, und der Verteidiger Dr.Fichtenbauer und Dr.Lirk, jedoch in Abwesenheit des Angeklagten Ernst Ludwig M*****, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 15Os132/93 of Oberster Gerichtshof, November 11, 1993

Spruch

I. Den Nichtigkeitsbeschwerden wird teilweise Folge gegeben, das angefochtene Urteil, das im übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch beider Angeklagten wegen des Verbrechens der betrügerischen Krida nach § 156 Abs 1 und Abs 2 StGB - hinsichtlich Ernst Ludwig M***** als Beteiligter gemäß § 12 dritter Fall StGB - (Punkt I 3 und Punkt II des Urteilssatzes) sowie demzufolge auch in den beide Angeklagten betreffenden Strafaussprüchen und im Adhäsionserkenntnis, soweit Ernst Ludwig M***** zur Zahlung eines Betrages von 1,755.074,48 S an die Me***** GesmbH verurteilt wurde, aufgehoben.

Es wird

1. im Umfang der den Angeklagten Ernst Ludwig M***** betreffenden Aufhebung die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen;

2. im Umfang der den Angeklagten Werner M***** betreffenden Aufhebung gemäß § 288 Abs 2 Z 3 StPO in der Sache selbst erkannt:

Werner M***** wird von der wider ihn erhobenen Anklage, er habe am 3. April 1986 in Ma***** als Geschäftsführer der Me***** GesmbH das Vermögen dieser Gesellschaft dadurch verringert, daß er nicht bestehende Verbindlichkeiten anerkannte, und zwar durch Einlösung eines Wechsels des Ernst Ludwig M***** über 2 Mill S, und hiedurch das Verbrechen der betrügerischen Krida nach § 156 Abs 1 und 2 StGB begangen, gemäß § 259 Z 3 StPO freigesprochen.

Für die ihm nach dem unberührt gebliebenen Teil des Schuldspruches weiterhin zur Last liegenden Vergehen der fahrlässigen Krida nac...

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