Entscheidungstext nº 2Ob527/92 of Oberster Gerichtshof, October 29, 1992

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Der Oberste Gerichtshof hat als Rekursgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Kralik als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber,  Dr.Kropfitsch, Dr.Zehetner und Dr.Schinko als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Marga ***** G*****, vertreten durch Dr.Friedrich Krall, Rechtsanwalt in Kufstein, wider die beklagte Partei Verlassenschaft nach der am ***** verstorbenen Irmingard ***** B*****, vertreten durch die erbserklärte Testamentserbin Claudia ***** B*****, vertreten durch Dr.Hansjörg Schiestl und Dr.Karl Janovsky, Rechtsanwälte in Innsbruck, wegen Anfechtung eines Vertrages, infolge Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgerichtes vom 27.August 1991, GZ 1 R 124/91-10, womit das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck vom 7.Februar 1991, GZ 10 Cg 313/90-5, aufgehoben wurde,  in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Extract


Entscheidungstext nº 2Ob527/92 of Oberster Gerichtshof, October 29, 1992

Spruch

Dem Rekurs wird Folge gegeben.

Der Aufhebungsbeschluß des Berufungsgerichtes wird dahin abgeändert, daß das erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt wird.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei binnen 14 Tagen an Kosten des Berufungsverfahrens den Betrag von 40.791,60 S (darin 6.798,60 S an Umsatzsteuer) und an Kosten des Rekursverfahrens den Betrag von 96.469,20 S (darin 72.000,-- S an Barauslagen und 4.078,20 S an Umsatzsteuer) zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Die Erblasserin Irmingard ***** B***** war Jahrzehnte hindurch Leiterin der "G*****bewegung". Als solche hat sie im Jahre 1968 das Erbe in Form der G*****siedlung in ***** übernommen. Hiebei handelt es sich um eine Siedlung oberhalb von *****, bestehend aus ca 20 ha Wiesen- bzw Baugrund und weiteren 12 ha Waldgrund. Zu der Siedlung gehören heute zahlreiche Häuser, ein Reitstall mit Reitschule sowie mehrere gastronomische und gewerbliche Betriebe. Im Jahre 1944 wurde die Klägerin im Alter von 8 Monaten von der Erblasserin adoptiert. Als sich anläßlich der Eheschließung der Klägerin im Jahre 1962 herausstellte, daß der seinerzeit abgeschlossene Adoptionsvertrag infolge eines Formalfehlers nicht rechtswirksam zustande gekommen war, wurde noch im Jahre 1962 ein neuer Adoptionsvertrag zwischen der Erblasserin und der Klägerin abgeschlossen und gerichtlich genehmigt. Im Jahr 1985 adoptierte Irmingard ***** B***** auch noch die leibliche Tochter der Klägerin, die nunmehr erbserklärte Erbin Claudia***** B*****. Am 30.12.1976 sc...

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