Entscheidungstext nº 10ObS229/90 of Oberster Gerichtshof, June 12, 1990
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Summary
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Resch als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag. Engelmaier und Dr. Ehmayr als weitere Richter sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Richard Bauer und Dr. Harald Foglar-Deinhartstein (beide Arbeitgeber) in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Adolfine P***, Witwenpensionistin, 4644 Scharnstein, Almseestraße 45, vor dem Obersten Gerichtshof nicht vertreten, wider die beklagte Partei
S*** DER G*** W***, 1051 Wien,Wiedner Hauptstraße 84-86, vertreten durch Dr. Michael Graff, Rechtsanwalt in Wien, wegen Ruhens der Witwenpension, infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 27. Feber 1990, GZ 13 Rs 9/90-9, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Kreisgerichtes Wels als Arbeits- und Sozialgerichtes vom 18. Oktober 1989, GZ 24 Cgs 150/89-6, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung denBeschlußgefaßt:See the full content of this document
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Entscheidungstext nº 10ObS229/90 of Oberster Gerichtshof, June 12, 1990
Spruch
Der Oberste Gerichtshof stellt nach Art 89 Abs 2 B-VG beim Verfassungsgerichtshof denAntrag,gemäß Art 140 Abs 3 B-VG den § 61 GSVG als verfassungswidrig aufzuheben.Begründung:Der am 27.11.1932 geborene, bei der beklagten Partei versicherte Wilhelm P*** war bis zu seinem Tod am 2.12.1983 mit der am 26.3.1938 geborenen Klägerin verheiratet.Am 27.1.1989 beantragte die Klägerin bei der beklagten Partei die Witwenpension. Die beklagte Partei sprach mit Bescheid vom 26.5.1989 aus, 1. daß die Witwenpension (§ 136 GSVG) ab 27.1.1989 mit monatlich S 3.986,90 gebührt, 2. daß der Leistungsanspruch ab demselben Tag zur Gänze ruht (§ 61 GSVG). Den zu 2. genannten Ausspruch begründete die beklagte Partei mit der Ausübung einer die Pflichtversicherung nach dem GSVG begründenden Erwerbstätigkeit. In der nur gegen den 2. Bescheidpunkt gerichteten rechtzeitigen Klage mit dem Begehren auf Zahlung der Witwenpension lediglich unter Anwendung der Ruhensbestimmungen des § 61 Abs 2 GSVG iVm § 60 GSVG behauptete die Klägerin, sie habe bis zum Tod ihres Gatten mit diesem gemeinsam einen Gastgewerbebetrieb in Form einer bürgerlich rechtlichen Gesellschaft geführt; diesen Betrieb habe sie nach dem Tod ihres Gatten in Form eines Einzelunternehmens weitergeführt, weshalb die beklagte Partei zu Unrec...See the full content of this document
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