Entscheidungstext nº 10ObS375/89 of Oberster Gerichtshof, May 29, 1990

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Resch als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag. Engelmaier und Dr. Angst als weitere Richter sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Reinhard Drössler und Dr. Josef Fellner (beide Arbeitgeber) in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Friedrich H***, Pensionist, 4020 Linz, Glimpfingerstraße 2, vertreten durch Dr. Heinz Oppitz und Dr. Heinrich Neumayr, Rechtsanwälte in Linz, wider die beklagte Partei S*** DER G*** W***,

1051 Wien, Wiedner Hauptstraße 84-86, vertreten durch Dr. Karl Leitner, Rechtsanwalt in Wien, wegen Ruhens der Pension, infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 21.August 1989, GZ 13 Rs 142/89-9, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes Linz als Arbeits- und Sozialgerichtes vom 10.Mai 1989, GZ 15 Cgs 1013/89-5, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

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Extract


Entscheidungstext nº 10ObS375/89 of Oberster Gerichtshof, May 29, 1990

Spruch

Der Oberste Gerichtshof stellt den

A n t r a g  ,

der Verfassungsgerichtshof wolle gemäß Art 140 Abs 1 und 4 B-VG aussprechen, daß § 60 GSVG in der mit Ablauf des 31.12.1989 außer Kraft getretenen Fassung der 9.GSVGNov BGBl 1984/485 und 10.GSVGNov BGBl 1986/112 verfassungswidrig war.

Begründung:

A/ Sachverhalt:

Der Kläger bezieht vom beklagten Versicherungsträger seit 1.6.1986 die Alterspension gemäß § 130 GSVG. Er war bis 31.5.1986 Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft. Am 1.6.1986 übertrug er seine Gesellschaftsanteile an eine Gesellschaft mbH um den Preis von 250.000 S, wovon am 6.6.1986 100.000 S und am 5.2.1988 150.000 S zu bezahlen waren. Im Einkommensteuerbescheid für 1987 schien aus der Veräußerung des Gesellschaftsanteils ein Gewinn von 216.772 S auf.

Mit Bescheid vom 17.2.1989 entschied der beklagte Versicherungsträger, daß die Pension des Klägers gemäß § 60 GSVG vom 1.1. bis 31.12.1987 mit monatlich S 3.359,10 S ruht. Der Kläger bekämpfte diesen Bescheid innerhalb der ihm gemäß § 67 Abs 2 ASGG offenstehenden Frist mit Klage, in der er bestritt, im Jahr 1987 ein Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit erzielt zu haben.

Das in erster Instanz zuständige Landesgericht Linz sprach aus, daß die Pension des Klägers vom 1.1. bis 31.12.1987 nicht ruht. Die Berufung der beklagten Partei...

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