Entscheidungstext nº 8Ob513/89 of Oberster Gerichtshof, March 29, 1990

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr. Griehsler als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Kropfitsch, Dr. Huber, Dr. Graf und Dr. Schiemer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Josef D***, Angestellter, Vaduz, Dammweg 4, Fürstentum Liechtenstein, vertreten durch Dr. Gerold Hirn und Dr. Burkhard Hirn, Rechtsanwälte in Feldkirch, wider die beklagte Partei Annemarie B***, Hausfrau, Nenzing, Beschling 80, vertreten durch Dr. Ludwig Gaßner, Rechtsanwalt in Bludenz, wegen 462.060 S sA (Rekursinteresse 451.000 S sA), infolge Rekurses der klagenden Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgerichtes vom 6. September 1988, GZ 1 R 188/88-24, womit das Urteil des Landesgerichtes Feldkirch vom 29. März 1988, GZ 4 Cg 223/87-19, unter Rechtskraftvorbehalt aufgehoben wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

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Extract


Entscheidungstext nº 8Ob513/89 of Oberster Gerichtshof, March 29, 1990

Spruch

Dem Rekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluß wird aufgehoben.

Dem Berufungsgericht wird die neuerliche Entscheidung

aufgetragen.

Die Kosten des Rekursverfahrens sind weitere Kosten des Berufungsverfahrens.

Begründung:

Die Streitteile, die Geschwister sind, ihr Bruder Dr. Karlheinz D*** und deren gemeinsamer Vater Josef D*** sen. waren bis 25. Jänner 1972 zu je 1/4 Eigentümer der Liegenschaft EZ 1633 KG 90013 Nenzing (folgend KG Nenzing), zu der die Gp 2403 im Ausmaß von 1.683 m2 und weitere Grundstücke gehören. Mit Vertrag vom 25. Jänner 1972 schenkte Josef D*** sen. seinen Liegenschaftsanteil dem Kläger, während die Beklagte und Dr. Karlheinz D*** ihre Liegenschaftsanteile der damaligen Gattin des Klägers schenkten; dadurch wurden der Kläger und seine Gattin je Hälfteeigentümer der Liegenschaft EZ 1633 KG Nenzing. Im Schenkungsvertrag übernahm der Kläger die Verpflichtung, sich diesen ihm und seiner damaligen Gattin zugekommenen Empfang bei der seinerzeitigen Aufteilung des Gemeinschaftsbesitzes anrechnen zu lassen. Mit Kaufvertrag vom 17. August 1972 erwarben der Kläger und seine damalige Gattin vom Ehepaar M*** aus der EZ 316 KG Nenzing die Gp 2193 mit einer Fläche von 251 m2 um 9.30...

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