Entscheidungstext nº 6Ob2/90 of Oberster Gerichtshof, February 22, 1990

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Samsegger als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schobel, Dr. Schlosser, Dr. Redl und Dr. Kellner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Anna G***, Hausfrau, Dorf 4, 6071 Aldrans, vertreten durch Dr. Josef Posch, Rechtsanwalt in Innsbruck, wider die beklagte Partei Josef N***, Landwirt, Lorettoweg 1, 6065 Thaur, vertreten durch Dr. Rudolf Wieser, Dr. Friedrich Hohenauer und Dr. Martin Zanon, Rechtsanwälte in Innsbruck, wegen S 3,768.434,- s.A. (Revisionsinteresse S 2,108.434,- s.A.) infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgerichtes vom 23. Oktober 1989, GZ 4 R 235/89-47, womit infolge der Berufungen beider Parteien das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck vom 13. März 1989, GZ 7 Cg 90/86-41, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 6Ob2/90 of Oberster Gerichtshof, February 22, 1990

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 21.660,57 bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin enthalten S 3.610,10 Umsatzsteuer) binnen 14 Tagen bei Exekution zu bezahlen.

Entscheidungsgründe:

Der Vater der Streitteile, Josef N*** sen., verstarb am 5. März 1983. Mangels Nachlaßvermögens unterblieb eine Verlassenschaftsabhandlung (§ 72 Abs 1 AußStrG). Er war früher Eigentümer des geschlossenen Hofes "Schott" in Thaur, den er bis zum Sommer 1969 selbst bewirtschaftet hatte.

Mit Vertrag vom 12. August 1969 übergab er seinen Liegenschaftsbesitz in der Katastralgemeinde Thaur (Einlagezahlen 22 I, 105 II, 108 II, 109 II, 321 II, 467 II, 841 II, 897 II, 979 II, 1298 II, 1317 II und 1428 II) mit Ausnahme von fünf Grundstücken dem Beklagten, ließ sich von diesem ein im Vertrag näher umschriebenes lebenslanges und unentgeltliches Ausgedinge einräumen und verpflichtete den Beklagten zur Zahlung von "Erbentrichtungsforderungen" an seine vier Schwestern in der Gesamthöhe von S 180.000,- (darunter die Klägerin mit einem Betrag von S 100.000,-).

Zum Nachlaß nach der im Dezember 1959 verstorbenen Mutter der Streitteile waren de...

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