Entscheidungstext nº 10ObS30/89 of Oberster Gerichtshof, March 07, 1989

Linked as:

Summary


Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Resch als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag. Engelmaier und Dr. Angst als weitere Richter und die fachkundigen Laienrichter Dr. Franz Köck (Arbeitgeber) und Karl Amsz (Arbeitnehmer) in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Arthur R***, Pensionist, 7400 Oberwart, Haydnhof 6, vertreten durch Dr. Michael Graff, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei P*** DER A***, 1021 Wien, Friedrich

Hillegeist-Straße 1, vertreten durch Dr. Alfred Kasamas, Rechtsanwalt in Wien, wegen Ruhens der Alterspension infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 28.November 1988, GZ 32 Rs 254/88-9, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Eisenstadt als Arbeits- und Sozialgerichtes vom 15.September 1988, GZ 16 Cgs 340/88-5, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

See the full content of this document

Extract


Entscheidungstext nº 10ObS30/89 of Oberster Gerichtshof, March 07, 1989

Spruch

Der Oberste Gerichtshof stellt beim Verfassungsgerichtshof gemäß Art 89 Abs 2 und Abs 3 B-VG folgende

A n t r ä g e :

1. § 94 ASVG idgF gemäß Art 140 B-VG als verfassungswidrig aufzuheben;

2. gemäß Art 140 B-VG auszusprechen, daß § 94 ASVG in den Fassungen von der 36.ASVGNov BGBl 1981/282 bis zur 40.ASVGNov BGBl 1984/484 idF des Art I Z 18 verfassungswidrig war.

Begründung:

Mit Bescheid vom 2.8.1988 stellte die beklagte Partei fest, daß von der Alterspension des Klägers ab 1.1.1984, 1.1.1985, 1.1.1986, 1.1.1987, 1.1.1988 und 1.7.1988 monatlich bestimmte Beträge gemäß § 94 ASVG (Erzielung eines Erwerbseinkommens aus einer neben dem Pensionsanspruch ausgeübten Erwerbstätigkeit) ruhen. Mit der dagegen rechtzeitig erhobenen Klage wendete sich der Kläger nicht gegen die Berechnung der Höhe der Pensions- und Ruhensbeträge, sondern gegen das Ruhen überhaupt, weil § 94 ASVG verfassungswidrig sei. Er begehrte daher, die beklagte Partei zu verurteilen, ihm die Alterspension ab 1.1.1984 in der jeweiligen gesetzlichen Höhe auszuzahlen, ohne Teilbeträge nach § 94 ASVG ruhend zu stellen.

Die beklagte Partei verwies auf die geltende Gesetzeslage und beantragte die Abweisung der Klage.

Das Erstgericht wies die Klage unter Hinweis auf die geltende Gesetzeslage (§ 94 ASVG) ab.

In der wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung erhobenen Berufung legte der Kläger seine schon in der Klage erwähnten Bedenken gegen die Verfassungsgemäßheit des § 94 Abs 1 ASVG idF der

40. ASVGNov näher dar, regte an, diese Bestimmung als verfassungswidrig aufzuheben und beantragte, das er...

See the full content of this document

Sponsored links




ver las páginas en versión mobile | web

ver las páginas en versión mobile | web

© Copyright 2012, vLex. All Rights Reserved.

Contents in vLex Southern African Development Community

Explore vLex

For Professionals

For Partners

Company