Entscheidungstext nº 10Ob529/87 of Oberster Gerichtshof, February 21, 1989
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Summary
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Resch als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Mag. Engelmaier, Dr. Angst, Dr. Petrag und Dr. Bauer als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei R***-L*** R*** AN DER T***, reg. Genossenschaft mbH, 3820 Raabs an der Thaya, vertreten durch Dr. Alfred Kasamas, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei S*** DER S*** M***,
2130 Mistelbach, vertreten durch Dr. Karl Claus, Rechtsanwalt in Mistelbach, wegen 632.638,80 S sNg (Revisionsinteresse 600.000 S), infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 28.August 1987, GZ 13 R 120/87-22, womit infolge Berufung beider Parteien das Urteil des Kreisgerichtes Korneuburg vom 15.Februar 1987, GZ 15 Cg 105/86-14, in der Hauptsache bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:See the full content of this document
Extract
Entscheidungstext nº 10Ob529/87 of Oberster Gerichtshof, February 21, 1989
Spruch
Der Revision wird nicht Folge gegeben.Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei binnen vierzehn Tagen die mit 16.122,15 S (darin enthalten 1.465,65 S Umsatzsteuer) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens zu ersetzen.Entscheidungsgründe:Die klagende Partei begehrte von der beklagten Partei insgesamt 632.638,80 S samt 12 % Zinsen aus 600.000 S seit dem 1.Jänner 1985. Sie behauptete, die S*** E*** Gesellschaft & Co KG (KG) in Ladendorf habe mit Kaufvertrag vom 22.April 1980 von der durch den Masseverwalter Dr. Josef S*** (Masseverwalter) vertretenen Konkursmasse Helmut S***s in Raabs an der Thaya die Liegenschaften EZ 605 und 530 je KG Raabs an der Thaya samt darauf vorhandenem Betriebsinventar (eines Geflügelschlachthofes) um den Gesamtkaufpreis von 3,000.000 S verworben. Vom Kaufpreis seien 1,250.000 S auf die Liegenschaften und 1,750.000 S auf das Inventar entfallen. Der Kaufpreis hätte in fünf aufeinanderfolgenden gleichen Jahresraten an die klagende Partei, die Pfandgläubigerin gewesen sei, mit schuldbefreiender Wirkung gezahlt werden müssen, und zwar erstmals am 31.Dezember 1980 und sodann am 31.Dezember der Jahre 1981 bis 1984. Für die Zahlung des Kaufpreises durch die Käuferin habe die beklagte Partei eine Bankhaftung angeboten, die bei termingerechter Zahlung des Kaufpreises am 31.Dezember 1984 enden hätte sollen. Dafür habe die beklagte Partei anstelle der klagenden Partei auf den gekauften Liegenschaften ein Pfandrecht im ersten Rang erhalten. Die entsprechenden Verträge und ihre grundbücherliche Durchführung (Löschung der alten Pfandrechte und Eintragung der neuen) seien vom Masseverwalter als Treuhänder für alle Beteiligten besorgt worden, der auch gegenüber allen Beteiligten die Haftung für die Richtigkeit und klaglose Eintragung un...See the full content of this document
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