Entscheidungstext nº 9ObA516/88 of Oberster Gerichtshof, January 11, 1989

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Der Oberste Gerichtshof hat in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.-Prof. Dr. Kuderna als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith und Dr. Maier sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Robert Müller und Dr. Bernhard Schwarz als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der antragstellenden Partei Ö*** G*** FÜR D*** G***

M***-B***-E***, Wien 4., Plößlgasse 15, vertreten durch Dr. Karl Safron, Rechtsanwalt in Klagenfurt, wider den Antragsgegner F*** DER B*** UND E*** I***, Wien 1.,

Goethegasse 3, über den gemäß § 54 Abs 2 ASGG gestellten Feststellungsantrag in nichtöffentlicher Sitzung folgenden

Beschluß

gefaßt:

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Extract


Entscheidungstext nº 9ObA516/88 of Oberster Gerichtshof, January 11, 1989

Spruch

Der Antrag der antragstellenden Partei, festzustellen, daß den ehemaligen Mitarbeitern der K*** bzw. der Nachfolgefirmen der letztgewährte Pensionszuschuß vor Kürzung bzw. Einstellung des Pensionszuschusses zusteht, wird abgewiesen.

Begründung:

Der Antragsteller ist eine kollektivvertragsfähige Körperschaft der Arbeitnehmer im Sinne des § 4 Abs 2 ArbVG. Die Kollektivvertragsfähigkeit wurde ihm vom Obereinigungsamt im Jahr 1957 zuerkannt; diese Zuerkennung gilt gemäß § 165 ArbVG auch nach dem Inkrafttreten des ArbVG weiter (9 Ob A 507/88 ua). Der Antragsgegner ist eine zur gesetzlichen Interessenvertretung der Arbeitgeber berufene Körperschaft im Sinne des § 4 Abs 1 ArbVG. Beide Parteien sind daher im Sinne des § 54 Abs 2 erster Satz ASGG als Parteien des gegenständlichen besonderen Feststellungsverfahrens legitimiert.

Der Antragsteller führt zur Begründung seines aus dem Spruch ersichtlichen Feststellungsantrages aus, daß zwischen ihm und Mitgliedsunternehmen des Antragsgegners (nämlich der V***-A*** W*** UND P*** Gesellschaft mbH bzw. der Nachfolgerin A*** D*** Gesellschaft mbH in Ferlach sowie einiger Töchter der V***-A*** AG) die - jeweils mehr als drei Arbeitnehmer betreffende - Frage strittig geworden ist, ob ehemaligen Mitarbeitern trotz einer mit Schreiben vom 25. August 1986 angekündigten Einstellung des bisher freiwillig gewährten Pensionszuschusses weiterhin ein Anspruch auf diesen Bezug zusteht. Der Antragsteller stützt seinen Antrag (in Verbindung mit den vorgelegten Urkunden) auf folgenden Sachverhalt (§ 54 Abs 4 ASGG):

Grundlage der betrieblichen Pensionsleistung war ein Schreiben vom 31. März 1972, mit welchem die Unternehmensleitung "Richtlinien über d...

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