Entscheidungstext nº 8Ob667/87 of Oberster Gerichtshof, June 30, 1988

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Griehsler als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kropfitsch, Dr.Zehetner, Dr.Huber und Dr.Schwarz als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Günter S***, Landmaschinenhändler, Dürener Straße 9, D-5170 Jülich, vertreten durch Dr.Peter Fichtenbauer, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei W*** V*** reg. Genossenschaft mbH,

Hauptplatz 11-12, 2130 Mistelbach, vertreten durch Dr.Armin Paulitsch, Rechtsanwalt in Wien, wegen DM 787.544,72 s.A. infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 8. September 1987, GZ 5 R 129/87-66, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Kreisgerichtes Korneuburg vom 24. März 1987, GZ 4 Cg 231/85-61, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 8Ob667/87 of Oberster Gerichtshof, June 30, 1988

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 36.241,65 bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin S 8.400,-- an Barauslagen und S 2.531,06 an Umsatzsteuer) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Der Kläger ist Landmaschinenhändler. Im Juni 1979 kam es zwischen ihm und dem Landmaschinenhändler Erich C*** zu ersten geschäftlichen Beziehungen. Dabei wurde vereinbart, daß der Kläger verschiedene Landmaschinen an Erich C*** zum Weiterverkauf liefert, wobei der Kaufpreis von Erich C*** nicht sofort bei Lieferung, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt werden solle. Die Kaufpreisforderung des Klägers sollte mit Wechseln Erich C*** sichergestellt werden. Über die finanzielle Lage Erich C*** wurde dabei nicht gesprochen. Vor Abschluß der folgenden Kaufverträge holte der Kläger keine Auskünfte über die Bonität Erich C*** ein, insbesondere nicht von der V*** H*** an der March reg. Genossenschaft mbH (in der Folge: V*** H*** genannt), deren Kreditnehmer Erich C*** war. Die K*** D***, die Hausbank des Klägers, fragte am 5.Juli 1979 telefonisch bei der V*** H***, deren Rechtsnachfolgerin die beklagte Genossenschaft ist, wegen der Bonität Erich C*** an. Dieses Ferngespräch wurde auf Seiten der K*** D*** von Hubert M*** mit Stephanie D*** von der V*** H*** geführt. Hubert M*** legte über dieses Ferngespräch einen Aktenvermerk an (Beilage I), wonach ihm Frau D*** mitgeteilt habe, daß es sich bei der Firma Erich C*** um eine alt eingesessene und gut eingeführte Landmaschinenfirma handelt und DM 485.000,-- in Fälligkeiten nach der Ernte Einlösung finden dürften. Diese telefonische Auskunft wurde von der V*** H*** der K*** D*** ohne irgend

eine Haftung erteilt. Eine schriftliche Bestätigung dieser mündlichen Auskunft erfolgte nicht. Anlaß für die fernmündliche Einholung dieser Auskunft bei der V*** H*** war der Umstand, daß der Kläger mehrere Wechsel im Betrag von DM 450.000,-- der K*** D*** als seiner Hausbank zum Ankauf übergeben hatte. Da diese Summe sow...

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