Entscheidungstext nº 5Ob551/88 of Oberster Gerichtshof, May 31, 1988

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Jensik, Dr. Zehetner, Dr. Klinger und Dr. Schwarz als Richter in der Vormundschaftssache des mj. Daniel R***, geboren am 18.April 1984, unehelicher Sohn der Andrea R***, derzeit ohne Beschäftigung, Innsbruck, Zeughausgasse 4 b/3, und des Clemens S***, Croupier, Innsbruck, Lindenbühelweg 2, infolge Revisionsrekurses der Mutter, vertreten durch Dr. Max Dengg, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen den Beschluß des Landesgerichtes Innsbruck als Rekursgerichtes vom 18.März 1988, GZ 3 b R 40/88-36, womit der Beschluß des Bezirksgerichtes Innsbruck vom 25.Jänner 1988, GZ 4 P 151/84-27, teilweise bestätigt und teilweise aufgehoben wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

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Extract


Entscheidungstext nº 5Ob551/88 of Oberster Gerichtshof, May 31, 1988

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Begründung:

Der mj. Daniel R***, geboren am 18.4.1984, ist ein

uneheliches Kind der Andrea R***, die am 1.10.1984 zu dessen Vormünderin bestellt wurde. Bereits am 1.6.1984 hatte Clemens S*** vor dem Stadtmagistrat Innsbruck-Stadtjugendamt die Vaterschaft zu dem Kind anerkannt.

Am 22.10.1987 beantragte der Vater beim Erstgericht Maßnahmen im Sinne des § 176 ABGB, weil das Wohl des in Pflege und Erziehung der Mutter befindlichen Kindes gefährdet sei.

Das Erstgericht hat "die elterlichen Rechte und Pflichten im Umfang des § 144 ABGB" hinsichtlich des Kindes der Mutter entzogen und dem Vater übertragen. Es stellte folgenden Sachverhalt fest:

Die Lebensgemeinschaft zwischen der Mutter und dem Vater des Kindes gestaltete sich von Anfang an konfliktreich. Daran änderte sich auch durch die Geburt des gemeinsamen Kindes nichts. Dennoch verbinden starke Gefühle die Mutter mit dem Vater und lebten die beiden bis vor rund eineinhalb Jahren mehr oder weniger zusammen, als die Beziehung endgültig in die Brüche ging. Daraufhin verblieb das Kind in der alleinigen Erziehungsgewalt der Mutter, der d...

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