Entscheidungstext nº 15Os101/87 of Oberster Gerichtshof, November 30, 1987

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Der Oberste Gerichtshof hat am 30.November 1987 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bernardini als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Friedrich, Dr. Reisenleitner, Dr. Kuch und Dr. Massauer als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Plachy als Schriftführerin in der Strafsache gegen Franz S*** und Felicia H*** wegen der Vergehen der fahrlässigen Krida nach § 159 Abs. 1 Z 1 und Z 2, Abs. 3 letzter Fall StGB sowie anderer Delikte über die Nichtigkeitsbeschwerden beider Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 17. November 1986, GZ 12 b Vr 11.575/81-119, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

   Beschluß

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Extract


Entscheidungstext nº 15Os101/87 of Oberster Gerichtshof, November 30, 1987

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Gemäß § 390 a StPO fallen den Angeklagten auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Mit dem (auch andere Entscheidungen enthaltenden) angefochtenen Urteil wurden (I.) Franz S*** der Vergehen (1.) der Täuschung nach § 108 Abs. 1 StGB, (2.) der falschen Beweisaussage vor Gericht nach § 288 Abs. 1 StGB, (3.) der fahrlässigen Krida nach § 159 Abs. 1 Z 1 und Z 2, Abs. 3 letzter Fall StGB sowie (4.) nach § 24 Abs. 1 lit a und lit b DevG und (II.) Felicia H*** der als Beteiligte nach § 12 zweiter Fall StGB begangenen Vergehen nach § 24 Abs. 1 lit a und lit b DevG schuldig erkannt.

Die zuletzt relevierte Verurteilung des Angeklagten S*** (lt Pkt I. 4.) blieb unangefochten.

Rechtliche Beurteilung

Den auf § 281 Abs. 1 Z 5 und Z 9 lit a StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerden dieses Angeklagten gegen die übrigen ihn betreffenden Schuldsprüche (lt den Pkten I. 1. bis 3.) sowie der Angeklagten H*** gegen ihre Verurteilung (lt Pkt II.) kommt keine Berechtigung zu.

Zum Faktum I. 1.

fällt dem Angeklagten S*** als Täuschung zur Last, daß er am 8.April 1980 in Wien der "B*** F*** & Co AG" (im folgenden: B*** F***) in ihren Rechten (hier: auf Ablehnung einer Darlehensfreigabe vor dem Eintritt der hiefür vereinbarten Bedingungen) absichtlich einen Schaden zugefügt hat, indem er Angestellte dieser Bank durch Täuschung über Tatsachen, und zwar durch die Vorspiegelung...

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