Entscheidungstext nº 4Ob543/87 of Oberster Gerichtshof, November 03, 1987

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr. Kuderna als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith, Dr. Kodek, Dr. Niederreiter und Dr. Redl als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Friedrich und Rosa K***, Kaufmannsehegatten, Wien 2., Wohlmuthstraße 12, beide vertreten durch Dr. Georg Grießer, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Dr. Heinrich J***, Richter und Rechtsanwalt in Pension, Wien 3., Ungargasse 71, wegen 620.000 S sA, infolge Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 20. Februar 1987, GZ 13 R 49/86-222, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Zwischenurteil des Landesgerichtes für ZRS Wien vom 16. Dezember 1985, GZ 11 Cg 14/78-215, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 4Ob543/87 of Oberster Gerichtshof, November 03, 1987

Spruch

Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird dahin abgeändert, daß das Zwischenurteil des Erstgerichtes in bezug auf das ursprünglich erhobene Klagebegehren von 80.000 S sA wiederhergestellt wird. Im übrigen wird das angefochtene Urteil mit Teilurteil bestätigt, sodaß das Mehrbegehren, der Beklagte sei schuldig, den Klägern weitere 540.000 S samt 4 % Zinsen aus 60.000 S vom 1. Juli 1976 bis 30. November 1976, aus 120.000 S vom 1. Dezember 1976 bis 31. Mai 1977, aus 180.000 S vom 1. Juni 1977 bis 31. Oktober 1977, aus 240.000 S vom 1. November 1977 bis 30. April 1978, aus 300.000 S vom 1. Mai 1978 bis 31. August 1978, aus 360.000 S vom 1. September 1978 bis 31. Jänner 1979, aus 420.000 S vom 1. Februar 1979 bis 31. Juli 1979, aus 480.000 S vom 1. August 1979 bis 31. Jänner 1980 und aus 540.000 S seit 1. Februar 1980 zu zahlen, abgewiesen bleibt. Die Kostenentscheidung über die Verfahrenskosten aller drei Instanzen bleibt dem Endurteil vorbehalten.

Entscheidungsgründe:

Mit Kaufvertrag vom 20. Juli 1967 erwarben die Kläger von der Kongregation der Tröster von Gethsemani (im folgenden: "Kongregation"), vertreten durch den Generalökonomen Thomas M*** (Ordensname: Pater Felix) aus dem Gutsbestand der EZ 546 Kat.Gem. Tullnerbach je zur Hälfte das Grundstück 172/116 Garten im Ausmaß von ca. 2063 m2 und das Grundstück 329 Bauarea im Ausmaß von 82 m2, auf dem sich ein Altbau befand. Den Kaufvertrag verfaßte der Beklagte, der damals noch aktiver Rechtsanwalt war, im Auftrag beider Vertragspartner. Gegenstand des Vertrages war auch die Versorgung des Kaufobjektes mit Wasser. Den Klägern wurde das Recht eingeräumt, der vom sogenannten Kaiblingerbrunnen gespeisten Wasserversorgungsanlage Wasser zu entnehmen (Punkt 5. des Kaufvertrages...

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