Entscheidungstext nº 10Os41/87 of Oberster Gerichtshof, June 23, 1987
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Summary
Der Oberste Gerichtshof hat am 23.Juli 1987 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bernardini als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Friedrich, Dr. Reisenleitner, Dr. Kuch und Dr. Massauer als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr. Kleindienst-Passweg als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Dr. Alexander F*** und Dorit F*** wegen des Verbrechens der Untreue nach § 153 Abs. 1 und 2 StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden des Angeklagten Dr. Alexander F*** und der Staatsanwaltschaft sowie über die Berufungen der Staatsanwaltschaft und der Privatbeteiligten Mag. Harald H*** und Mag. Heinz H*** gegen das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck als Schöffengericht vom 21.Mai 1986, GZ 26 Vr 3963/82-82, nach der am 26.Mai 1987 durchgeführten öffentlichen Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr. Hauptmann und des Verteidigers Dr. Gustav Etzl, jedoch in Abwesenheit beider Angeklagten zu Recht erkannt:
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Entscheidungstext nº 10Os41/87 of Oberster Gerichtshof, June 23, 1987
Spruch
Die Nichtigkeitsbeschwerden werden verworfen.Den Berufungen wird nicht Folge gegeben.Gemäß § 390 a StPO fallen dem Angeklagten Dr. Alexander F*** auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.Gründe:A. Mit dem angefochtenen Urteil wurden-Dr. Alexander F*** und Dorit F*** (laut Pkt. 2) von der Anklage freigesprochen, sie hätten in den Jahren 1979 und 1980, und zwar (I.) ersterer als Prokurist der Hermann H*** OHG (im folgenden: OHG) und (II.) letztere in einem Teil der Fälle durch einen Tatbeitrag hiezu nach § 12 dritter Fall StGB, das Verbrechen der Untreue nach § 153 Abs. 1 und Abs. 2 StGB begangen; ferner-Dr. Alexander F*** in bezug auf die Zeit vom 1.Jänner bis zum September 1981 als (damals) geschäftsführender Gesellschafter der H*** GesmbH (im folgenden: GesmbH)(zum Faktum 1) des Verbrechens der Untreue nach § 153 Abs. 1 und Abs. 2 (zweiter Fall) StGB schuldig erkannt, jedoch (laut Punkt 1. a) in Ansehung der Zufügung eines 500.000 S übersteigenden weiteren Vermögensnachteiles im Betrag von 450.819,39 S freigesprochen;(zum Faktum 2) des Vergehens der fahrlässigen Krida nach § 159 Abs. 1 Z 1 (§ 161 Abs. 1) StGB schuldig erkannt, jedoch (laut Pkt. 1. b) - prozessual verfehlt - in Ansehung einzelner Fahrlässigkeitskomponenten, und zwar der Unterlassung einer Buchführung sowie der Festlegung nicht kostendeckender Preise, freigesprochen; sowie(zum Faktum 3) des Vergehens nach § 114 Abs. 1 (und Abs. 2) ASVG schuldig erkannt, jedoch (laut Pkt. 1. c) in Ansehung der in den Monaten August und September 1981 begangenen Tathandlungen freigesprochen; und schließlich- Dr. Alexander F*** zudem (zum Faktum 4) des (mehrere Jahre lang bis zum 9.September 1981 begangenen) Vergehens nach § 36 Abs. 1 lit. a WaffG schuldig erkannt.Der zuerst relevierte Freispruch (laut Pkt. 2.) betrifft den Vorwurf, Dr. Alexander F*** habe sich für die OHG, die ihren Geschäftsbetrieb mit dem 31.Dezember 1980 einstellte, bestimmte und von ihm übernommene Zahlungen im Gesamtbetrag von 439.276,68 S zugeeignet, von denen ihm 378.128,50 S im Bewußtsein ihrer mißbräuchlichen Verwendung durch ihn von Dorit F*** ausgefolgt worden seien, er habe weitere 144.000 S mit Scheck von den Gesellschaftskont...See the full content of this document
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