Entscheidungstext nº 6Ob528/85 of Oberster Gerichtshof, June 04, 1987

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Samsegger als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schobel, Dr. Melber, Dr. Schlosser und Dr. Redl als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Johanna Gerhild H***, geborene M***, Arbeitslehrerin, Graz, Neupauerweg 21, vertreten durch Dr. Hannes Priebsch, Rechtsanwalt in Graz, wider die beklagte Partei Josef D***, Schlosser, Graz, Ullreichstraße 15, vertreten durch Dr. Leopold Mittelbach, Rechtsanwalt in Graz, wegen Einwilligung zur Löschung eines Belastungs- und Veräußerungsverbotes (Streitwert S 65.000,--), infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 12. November 1984, GZ 5 R 140/84-21, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 15. August 1984, GZ 16 Cg 419/82-16, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

          Beschluß

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Entscheidungstext nº 6Ob528/85 of Oberster Gerichtshof, June 04, 1987

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben. Die Rechtssache wird zur Verfahrensergänzung und neuen Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen, das auf die Kosten des Rechtsmittelverfahrens gleich Verfahrenskosten erster Instanz Bedacht zu nehmen haben wird.

Begründung:

Die Klägerin und die Gattin des Beklagten, Gertraud D***, sind eheliche Töchter der Ehegatten Ing. Hans und Maria M***. Der Vater, Ing. Hans M***, erwarb aus eigenen Mitteln im Jahre 1965 die Liegenschaft EZ 2451 KG Graz-Webling, ließ jedoch auf Grund des Kaufvertrages vom 10. August 1965 seine Tochter Gertraud D*** als bücherliche Eigentümerin einverleiben. Auf Grund einer Vereinbarung vom 3. Jänner 1975 zwischen den Ehegatten Josef und Gertraud D*** wurde auf dieser Liegenschaft das Belastungs- und Veräußerungsverbot zugunsten des Beklagten eingeräumt.

Die Mutter Maria M*** erwirkte am 9. März 1978 beim Erstgericht ein in Rechtskraft erwachsenes Urteil nach dessen...

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