Entscheidungstext nº 14ObA62/87 of Oberster Gerichtshof, May 06, 1987

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr. Kuderna als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Gamerith und Dr. Maier sowie die fachkundigen Laienrichter Herbert Bauer und Mag. Karl Dirschmied als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei Walter H***, Zimmerergeselle, Amstetten, Parksiedlung 3/1, vertreten durch Dr. Gustav Teicht, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Johann S***, Zimmermeister und Sägewerker, Amstetten, Winklarn 98, vertreten durch Mag. Herbert Lehner, Bezirksstelle Amstetten der Handelskammer Niederösterreich, dieser vertreten durch Dr. Manfred Gründler, Sozialpolitische Abteilung der Handelskammer Niederösterreich, dieser vertreten durch Dr. Leander Schüller, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 42.184,70 netto sA, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes St. Pölten als Berufungsgerichtes in arbeitsgerichtlichen Rechtsstreitigkeiten vom 17. Dezember 1985, GZ 7 Cg 13/85-12, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Arbeitsgerichtes Amstetten vom 19. August 1985, GZ Cr 30/85-6, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 14ObA62/87 of Oberster Gerichtshof, May 06, 1987

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das Urteil des Berufungsgerichtes wird dahin abgeändert, daß es zu lauten hat:

"Der Beklagte ist schuldig, dem Kläger S 42.184,70 netto samt 4 % Zinsen seit 11. April 1985 und die mit S 20.325,60 bestimmten Verfahrenskosten aller drei Instanzen (davon S 1.329,60 Umsatzsteuer und S 5.700,-- Barauslagen) binnen 14 Tagen bei Exekution zu zahlen.

Entscheidungsgründe:

Der Kläger war vom 9. Juli 1976 bis 30. Oktober 1984, zuerst als Lehrling und dann als Zimmerergeselle (Arbeiter), ununterbrochen beim Beklagten beschäftigt. Am 30. Oktober 1984 kündigte der Beklagte das Arbeitsverhältnis des Klägers wegen Arbeitsmangels mit sofortiger Wirkung ordnungsgemäß auf. Nach Beratung durch seine Gewerkschaft forderte der Kläger vom Beklagten mit S...

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