Entscheidungstext nº 1Ob3/87 of Oberster Gerichtshof, March 04, 1987

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Schragel als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schubert, Dr.Gamerith, Dr.Hofmann und Dr.Schlosser als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Mag.Maria Lucia L*** DE S***, Rio de Janeiro, Rua-Senador Vergueiro 215/101, Brasilien, und Salzburg, Kreuzbergpromenade 3, vertreten durch DDr.Manfred Walter, Rechtsanwalt in Salzburg, wider die beklagte Partei R*** Ö***, vertreten durch die Finanzprokuratur, Wien 1.,Singerstraße 17-19, wegen S 99.000,--s.A., infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 30.Oktober 1986, GZ. 3 R 229/86-20, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Salzburg vom 8.April 1986, GZ. 8 Cg 138/85-13, bestätigt wurde,in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 1Ob3/87 of Oberster Gerichtshof, March 04, 1987

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben. Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit S 3.858,-- bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens binnen 14 Tagen bei Exekution zu bezahlen.

Entscheidungsgründe:

Der aus Brasilien gebürtige Professor Geraldo Curcino de F***, ein Jesuit, war seit 1970 am Institut für Romanistik der Universität Salzburg als Lehrbeauftragter für portugiesische Sprache und Literatur sowie für die Landeskunde Brasiliens tätig. Er trug sich jedoch schon längere Zeit mit der Absicht, nach Mozambique zu gehen, um am Wiederaufbau dieses Landes mitzuwirken. Im Februar 1983 wurde er von seinem Orden verständigt, daß seinem Wunsch Rechnung getragen werde, sollte die Regierung von Mozambique dem zustimmen. Prof.Geraldo de F*** hielt trotz der warnenden Stimmen seiner Ordensoberen, er werde es in Mozambique möglicherweise nicht aushalten, an seinem Vorhaben fest, beantragte aber zu seiner persönlichen Absicherung vor seiner Abreise aus Salzburg am 19. Juli 1983 eine Dauerstelle an der Universität Salzburg und meldete sich auch nicht polizeilich ab.

Prof.Geraldo de F*** war schon längere Zeit mit der Klägerin, einer gleichfalls gebürtigen Brasilianerin, und deren Ehegatten Herbert Gustav L*** persönlich bekannt. Als er ihnen von seinem Vorhaben, nach Mozam...

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