Entscheidungstext nº 10Os46/86 of Oberster Gerichtshof, September 09, 1986

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Der Oberste Gerichtshof hat am 9.September 1986 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr. Reisenleitner als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Friedrich, Dr. Felzmann, Dr. Kuch sowie Dr. Massauer als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr. Hinger als Schriftführer in der Strafsache gegen Franz S*** jun wegen des Verbrechens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs. 3 StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Kreisgerichtes Korneuburg als Schöffengericht vom 13. September 1985, GZ 11 b Vr 393/77-126, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Erster Generalanwalt Dr. Knob, und des Verteidigers Dr. Lock, jedoch in Abwesenheit des Angeklagten, zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 10Os46/86 of Oberster Gerichtshof, September 09, 1986

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird verworfen.

Der Berufung wird nicht Folge gegeben.

Gemäß § 390 a StPO fallen dem Angeklagten auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Gründe:

Mit dem (auch einen Teilfreispruch enthaltenden) angefochtenen Urteil wurde Franz S*** jun - im zweiten Rechtsgang - (zu I.) des Verbrechens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs. 3 StGB, (zu II.) des Vergehens (richtig der Vergehen) der fahrlässigen Krida nach § 159 Abs. 1 Z 1 und Z 2 StGB sowie (zu III.) des Vergehens nach § 114 ASVG schuldig erkannt.

Darnach hat er als Geschäftsführer der Unternehmen teils des Franz S*** sen und teils der A.M*** GesmbH & Co KG in Retz und an anderen Orten

I. mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder die zuvor genannten Unternehmensinhaber, also Dritte, unrechtmäßig zu bereichern, Angehörige nachgenannter Unternehmen durch Täuschung über Tatsachen, nämlich durch die Vorspiegelung, er und/oder die von ihm Vertretenen seien zahlungsfähig und zahlungswillig, zur Ausfolgung von Waren und zu Dienstleistungen verleitet, welche die betreffenden Unternehmen am Vermögen schädigten, wobei der Schaden insgesamt 637.849,75 S betrug, und zwar

1. gegen Ende März 1976 die W***

G***, Schaden 41.286,08 S;

2. im Jahr 1976 die G*** G*** (nunmehr S***-O***), Schaden 394.375,47 S;

3. gegen Anfang November 1976 die Spedition Felix T***, Schaden

32.464 S;

4.

im November 1976 die Firma L***, Schaden 19.699,20 S; und

5.

im November 1976 die Firma F***, Schaden 150.025 S;

II. fahrlässig

1. in der Zeit von 1974 bis zum 31.August 1975 die Zahlungsunfähigkeit der eingangs genannten, von ihm vertretenen Unternehmensinhaber, die Schuldner mehrerer G...

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