Entscheidungstext nº 5Ob501/85 of Oberster Gerichtshof, September 09, 1986

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Jensik, Dr.Hofmann, Dr.Zehetner und Dr.Klinger als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. Ludwig F***, Universitätsprofessor, Wolfauerstraße 80, 4045 Linz, vertreten durch Dr.Bruno Binder, Rechtsanwalt in Linz, wider die beklagte Partei R*** Ö***, vertreten durch die Finanzprokuratur,

Singerstraße 17-19, 1011 Wien, wegen Ergreifung eines Rechtsmittels (Streitwert 65.000 S), infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes vom 12. September 1984, GZ 2 R 192/84-9, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Linz vom 14.Februar 1984, GZ 2 Cg 348/83-5, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

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Entscheidungstext nº 5Ob501/85 of Oberster Gerichtshof, September 09, 1986

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Der Kläger ist schuldig, der Beklagten binnen 14 Tagen die mit 2.685 S bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Im Jahre 1963 erwarb der Kläger von Werner D*** die Liegenschaft EZ 149 KG Opponitz. Die Grundfläche des Ybbsflusses steht als öffentliches Wassergut im Eigentum der Beklagten. Aus der vom Kläger vorgelegten Mißstandsfeststellung der Volksanwaltschaft vom 25.Februar 1982, VA. Zl. 35 B-3/80, geht unter anderem hervor (Beilage G): Am 23.Oktober 1978 verfaßte der Ing.Konsulent für Vermessungswesen Dipl.Ing.Georg L*** einen Plan über die durch die Verlegung des Flußlaufes der Ybbs im Bereich der Grundstücke 919/1, 920/1 und 919/4 je KG Opponitz sowie des Grundstückes 1/3 KG Thann hervorgerufenen Änderungen. Für das vom Gewässer der Ybbs verlassene Wasserbett wurden die Grundstücke 1099/4 KG Opponitz und 253/2 KG Thann neu geschaffen. Mit Bescheid vom 22.März 1979, Zl. III/1-54.019/25-W-1979, schied der Landeshauptmann von Niederösterreich die Grundstücke 1099/4 KG Opponitz und 253/2 KG Thann (verlassenes Flußbett der Ybbs) gemäß § 4 Abs. 7 WRG aus dem öffentlichen Wassergut aus. Hierauf beantragten die Eheleute G***, gestützt auf § 409 ABGB, im Wege der für die Verwaltung dieser Grundstücke zuständigen Finanzlandesdirektion für Wien, Niederösterreich und Burgenland die Zustimmung zu einem wertgleichen Grundtausch, wonach sie die in ihrem Eigentum stehenden, in das neue Flußbett der Ybbs miteinbezogenen Teile der Grundstücke 1/1 und 1/3 je KG Thann im Ausmaß von insgesamt 22.045 m 2  in das Eigentum der Beklagten abtreten und hiefür von der Beklagten die aus dem öffentlichen Wassergut ausgeschiedenen vorgenannten Grundstücke im Gesamtausmaß von 21.562 m 2  erhalten sollten. Mit Erlaß vom ...

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