Entscheidungstext nº 8Ob16/86 of Oberster Gerichtshof, June 19, 1986

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr.Kralik als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Vogel, Dr.Kropfitsch, Dr.Zehetner und Dr.Huber als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ingrid H***, Hausfrau, Pürgschachen 39, 8904 Ardning, vertreten durch Dr.Roger Haarmann, Rechtsanwalt in Liezen, wider die beklagte Partei V*** DER V*** Ö***, Schwarzenbergplatz 7, 1030 Wien, vertreten durch Dr.Rudolf und Dr.Gunter Griss, Rechtsanwälte in Graz, und den Nebenintervenienten auf Seiten der beklagten Partei Firma B*** EN DE B*** B.V., Autobus en Touringcarbedrüt, Reisebureau, Smidse 9 Postbus 16, NL-1960 Heemskerk, vertreten durch Dr.Gerhard Delpin, Rechtsanwalt in Leoben, wegen S 76.519,60 s.A. (Revisionsstreitwert S 19.261,07 hinsichtlich der klagenden und S 38.522,15 hinsichtlich der beklagten Partei), infolge Revision der klagenden und der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 14.November 1985, GZ 6 R 168/85-35, womit infolge Berufung der klagenden Partei, der beklagten Partei und des Nebenintervenienten das Urteil des Kreisgerichtes Leoben vom 29.Juli 1985, GZ 3 Cg 291/84-23, teilweise bestätigt und teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt und beschlossen:

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Entscheidungstext nº 8Ob16/86 of Oberster Gerichtshof, June 19, 1986

Spruch

Die Revision der klagenden Partei wird zurückgewiesen. Der Revision der beklagten Partei wird nicht Folge gegeben. Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei an Kosten des Revisionsverfahrens den Betrag von S 393,52 (darin Barauslagen von S 28,18 und Umsatzsteuer von S 33,22) binnen 14 Tagen bei Exekution zu ersetzen.

Entscheidungsgründe:

Am 19.Mai 1984 ereignete sich gegen 13 Uhr auf der Salzkammergutbundesstraße 145 bei Km 100,8 (Koglerkreuzung) ein Verkehrsunfall, an dem Bernhard G*** als Halter und Lenker des Motorrades mit dem Kennzeichen St 36.341 und Nicolaas V*** E*** als Lenker des Omnibusses mit dem Kennzeichen BJ-79-KT (NL) beteiligt waren. Die Beklagte haftet im Sinne des § 62 KFG für die beim Betrieb des letztgenannten Fahrzeuges entstandenen Schäden; der Nebenintervenient auf Seiten der Beklagten ist der Eigentümer und Halter dieses Omnibusses. Der Omnibuslenker fuhr in Richtung Bad Aussee und wollte mit diesem Fahrzeug nach rechts in eine Gemeindestraße abbiegen, wobei er zunächst nach links ausscheren mußte; G*** versuchte den Omnibus mit seinem Motorrad rechts zu überholen. Dabei kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge, bei der G*** getötet wurde. Ein wegen dieses Verkehrsunfalles zu 16 Vr 772/84 des Kreisgerichtes Leoben gegen den Omnibuslenker eingeleitetes Strafverfahren wurde gemäß § 90 StPO eingestellt. Im...

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