Entscheidungstext nº 7Ob675/85 of Oberster Gerichtshof, January 16, 1986

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Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Flick als Vorsitzenden und durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr. Petrasch und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Wurz, Dr. Warta und Dr. Egermann als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ilse Maria H***, Angestellte, Wien 10, Weitmosergasse 28, vertreten durch Dr. Werner Sporn, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagten Parteien

1.) Verlassenschaft nach Maria H***, verstorben am 11. November 1982, zuletzt wohnhaft gewesen in Wien 13, Bergheidengasse 98, vertreten durch die erbserklärten Erben Hilde F*** und Kurt F***, beide Wien 13, Dommayergasse 10/1/3, diese vertreten durch Dr. Peter Rudeck, Rechtsanwalt in Wien, und

2.) öffentlicher Notar Dr. Kurt W***, Wien 1, Hoher Markt 4, vertreten durch Dr. Heinz Giger und Dr. Stephan Ruggenthaler, Rechtsanwälte in Wien, und die Nebenintervenienten auf Seiten der erstbeklagten Partei Prof.Dr. Kurt W***, öffentlicher Notar, Wien 1, Hoher Markt 4, vertreten durch Dr. Heinz Giger und Dr. Stephan Ruggenthaler, Rechtsanwälte in Wien, sowie Viktor und Franziska P***, Pensionisten, Aigen-Voglhub, Ramsau 20, vertreten durch Dr. Dieter Wille, Rechtsanwalt in Bad Ischl, wegen Einverleibung des Eigentumsrechts (Streitwert S 3,150.000,-) und

S 2,613.600,- s. Ngb. infolge Revision der erstbeklagten Partei und des Nebenintervenienten Prof.Dr. Kurt W*** gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 19. April 1985, GZ. 13 R 51/85-32, womit infolge Berufung der erstbeklagten Partei und des Nebenintervenienten Prof.Dr. Kurt W*** das Teilurteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien vom 10. Oktober 1984, GZ. 39 b Cg 199/83-26, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

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Extract


Entscheidungstext nº 7Ob675/85 of Oberster Gerichtshof, January 16, 1986

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Das angefochtene Urteil wird aufgehoben. Die Rechtssache wird zur neuen Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen, das auf die Kosten des Revisionsverfahrens gleich weiteren Kosten des Berufungsverfahrens Bedacht zu nehmen haben wird.

Begründung:

Nach dem am 4.2.1961 vor dem Zweitbeklagten als öffentlichem Notar mit Amtssitz in Wien in gleichzeitiger Gegenwart des öffentlichen Notars Dr. Theodor G*** errichteten Protokoll erklärte der Generaldirektor Oskar H*** seinen letzten Willen wie folgt:

"I. Zur Alleinerbin meines gesamten, wo immer befindlichen und wie immer gearteten beweglichen und unbeweglichen Vermögens ernenne ich meine Gattin Maria H***, geb. L***, Wien 13,

Bergheidengasse 98.

II. Sollte meine Gattin vor mir oder gleichzeitig mit mir versterben oder aus einem anderen Grunde nicht nach mir Erbin werden, so treffe ich für diesen Fall folgende Anordnungen:

1.) Zur Alleinerbin ernenne ich meine Nichte Frau Eva U***, geb. H***, Wien 18, Weimarerstraße 17, die Tochter meines Bruders Hermann H***.

Sollte die Erbin innerhalb von 10 Jahren ab meinem Todestag das Grundstück mit dem darauf befindlichen Haus und Nebenbaulichkeiten in Wien 13, Bergheidengasse 98, im ganzen oder in Teilen verkaufen, so hat sie die Hälfte des jeweiligen Verkaufserlöses, mindestens jedoch die Hälfte des Verkehrswertes in barem an ihre Schwester Ilse H***, Wien 10, Weitmosergasse 28 - im Falle deren Vorablebens an deren eheliche Nachkommen - unverzüglich auszuzahlen. Der Verkehrswert ist über Wunsch meiner Nichte Ilse H*** durch e...

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